Seit mittlerweile 100 Jahren besteht dieses Haus unter dem Namen
"Grothenn". Im Jahre 1901 kauften Johannes und Berta Grothenn das
einstige Strohdachhaus und legten somit den Grundstein für ein Familienunternehmen
mit Tradition. Sie ließen das Gebäude noch im gleichen Jahr aufstocken
und erweiterten das Haus um einen Tanzsaal, der aus dem Holz der damals anliegenden
Lohnsägerei gebaut wurde. Zusätzlich betrieben die Beiden auch eine
kleine Landwirtschaft.
1912 baute Johannes Grothenn eine Kegelbahn und erweiterte wenige Jahre später
den Tanzsaal, in dem sowohl der Turnverein als auch der Radsportverein ihre
Übungsstätte hatte. Neben vielen schönen Festen fand hier auch
schon mal eine Geflügel oder Pudelausstellung statt.
1938 heirateten der Stammhalter Georg Grothenn und Lina, geborene Bischof,
die dann 1946 den elterlichen Betrieb übernahmen.
1950 bauten sie ein gemütliches Klubzimmer, modernisierten die Gaststube
und verlegten den Eingang des Gasthauses.
Seit der Hochzeit der ältesten Tochter Hilde im Jahre 1963 mit Hermann
Brüns, wurde das beliebte Gasthaus von beiden Familien gemeinsam geführt.
Durch die starke Unterstützung der drei Schwestern, Hanna Meier, Helga
Hadeler sowie Helga Lüßen und ihren Familien erlebte der Betrieb
einen ständigen Aufschwung. Die Frauen bereiten noch heute zusammen mit
dem Küchenteam viele Speisen nach alt bewährten Rezepten zu. Eines
der beliebtesten Gerichte ist der traditionell zubereitete Kohl mit Pinkel,
ebenso die Hochzeitssuppe "nach Art des Hauses".
Ab dem Jahre 1979 wurde stetig renoviert, modernisiert und erweitert:
- 1979 Bau eines zweiten Tanzsaales und zwei neuer Doppelkegelbahnen; Errichtung
einer Schießsportanlage durch den Schützenverein
- 1986 Anbau der Sektbar und Terrassenerweiterung
- 1991 Küchenerweiterung
- 1993 Umbau der damaligen Privaträume zu mehreren kleinen Gesellschaftsräumen
und Bau der Tennishalle auf dem Gelände des Turnvereins
Im Jahre 2000 folgte der Anbau eines exklusiven Wintergartens mit anliegender
Terrasse, der das Gebäude auch äußerlich schmuckvoll abrundet.
Ab Mitte 2001 wird es in der Colshornstraße in Arbergen in zwanzig schönen
Appartements auch Übernachtungsmöglichkeiten für Grothenn's
Gäste geben.
Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts, auf das die Familie Brüns heute
voller Stolz zurückblicken kann, wurde nicht nur ein Unternehmen mit
Tradition geschaffen, sondern auch viele Freundschaften und Geschäftsverbindungen
aufgebaut. So beliefert beispielsweise die Brauerei Beck & Co. "Grothenn's
Gasthaus" seit Geschäftsbestehen mit Bremer Bier. Durch diese Beziehung
entstand eine enge Freundschaft der Familie zu Josef Hattig
dem ehemaligen Chef der Brauerei Beck & Co und heutigen Wirtschaftssenator.
Auch als Vereinslokal wird "Grothenn's Gasthaus" heute sowie früher
von ortsansässigen und benachbarten Vereinen gerne besucht. Die Erfolge
des zwölffachen Deutschen Schlagballmeisters aus Arbergen sowie die Bundesligasiege
der Handballgroßfeldmannschaft mit Auswahlspieler Hermann Brüns
wurden hier feuchtfröhlich gefeiert. Zahlreiche Gesangs- und Musikvereine
sorgen ebenfalls seit vielen Jahren mit ihren Klängen für fröhliche
Stimmung im Haus und die mittlerweile 100 Kegelclubs mit über 1.000 Mitgliedern
zählen zu treuen Stammgästen.
Durch die enge Freundschaft zu Max Lorenz besteht eine gute Verbindung zum
SV Werder Bremen und zum Umfeld von Dieter Burdenski. Durch die Mitgliedschaft
von Hermann Brüns als Gourmet Wart im Freundeskreis der
"Schneeforscher" sind Sportler wie Uwe Seeler, Willi Holdorf, Franz
Beckenbauer, Erich Ribbeck und viele mehr zu Gästen Hauses geworden.
Alles in allem ein eindrucksvolles aber auch hartes Stück Arbeit, ermutigt
durch den fleißigen Einsatz der Kinder Birgitta und Thomas sowie Carsten
und Stefanie. Seit zweieinhalb Jahren sind Hermann und Hilde zudem stolze
Großeltern. Fynn, ihr Enkelsohn, ist als jüngstes Mitglied der
Familie nun bereits die fünfte Generation und mischt auch schon tatkräftig
mit.
Stand 2001 |